Im Fass liegt die Wahrheit

Früher gehörte die Reifung des Weines in einem neuen Weinfass zum Ausbau dazu. Durch den jährlichen Schwund von rund fünf Prozent muss ein Weinfass aber ständig aufgefüllt werden, um den Luftsauerstoff zu verdrängen. Holz mit groben Poren führt zu größerer Verdunstung aus dem Weinfass als kleinporiges Holz.

Das Weinfass

rotwein-fassHeutzutage wird Wein nur selten von Winzern im ganzen Weinfass verkauft. Und wenn, dann bleibt das Weinfass im Keller des Winzers stehen. Im Handel gibt es auch das Weinfass für den privaten Weinkeller zu kaufen, von fünf bis 225 Liter Inhalt. Nichts bereitet dem Weintrinker mehr Spaß, als seinen Wein direkt aus dem Weinfass zu zapfen.

In der normalen Kellerwirtschaft hat das Weinfass aus Holz ausgedient, bis auf den speziellen Barrique-Ausbau. Ein gebrauchtes Weinfass wird nicht wieder mit Wein befüllt, aber sehr gerne für die Lagerung von schottischem Whisky benutzt, um der Spirituose feine Weinaromen zu verleihen. Ein Whiskyfass – das Sie durchaus erwerben und mitnehmen können – ist eigentlich ein Weinfass gewesen.

Der Weinkühlschrank

Andere Verwendungsmöglichkeiten für ein gebrauchtes Weinfass sind die Nutzung und der Umbau zu Einrichtungen in der Gastronomie. Dort hat sich seit 30 Jahren der Weinkühlschrank durchgesetzt. Ein Weinkühlschrank hat unterschiedliche Temperaturzonen und dient in erster Linie der Lagerung der Flaschenweine bei Trinktemperatur zum sofortigen Kredenzen. Ein Weinkühlschrank der preiswerteren Art sieht zwar aus wie der Getränkekühlschrank im Kiosk, ist aber technisch deutlich anspruchsvoller. Für das gehobene Ambiente in der Gastronomie gibt es auch den edlen Weinkühlschrank für den Gastraum, der auch der Präsentation des Angebots dient.

Ähnliche schöne Weinkühlschränke gibt es auch für den Privatbereich. Es gibt den Weinkühlschrank für 20 Flaschen, aber auch für 200 Flaschen und mehr. Doch nicht nur im Wohnbereich ist ein Weinkühlschrank gefragt, auch für den privaten Weinkeller ist eine Investition in einen Weinkühlschrank sinnvoll. Hier darf es auch ein größerer Weinkühlschrank sein, mit dem der Weinvorrat vor Temperaturschwankungen geschützt wird. Denn die meisten Keller bieten heutzutage im Sommer keine natürliche Kühlung, und gerade bei Mietswohnungen in den Städten sind die Kellerräume ohnehin sehr knapp bemessen. Da ist ein Weinkühlschrank in einem Abstellraum oder einem wenig genutzten Zimmer nicht nur Ersatz, sondern die bessere Aufbewahrung.

Bildquelle: © Depositphotos.com / 5seconds